Bewerbungs-

prozesse

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Bewerbung

Das Anschreiben

Im Bewerbungsschreiben kommt es darauf an, die eigenen Stärken gezielt zu vermitteln und das Interesse an Ihrer Person so weit zu wecken, dass Sie es zum Vorstellungsgespräch schaffen.

Beginnen Sie im Anschreiben nach der Einleitungsformel direkt mit Ihren individuellen Stärken. Das können Sie am besten anhand Ihrer derzeitigen Aufgaben und Kompetenzen. Überlassen Sie nicht dem Personaler die Entscheidung darüber, was Ihnen im Beruf wichtig ist. Wollen Sie künftig hauptsächlich eigenverantwortlich arbeiten, dann benennen Sie dies im Anschreiben anschaulich. Ist Teamarbeit Ihnen besonders wichtig, dann sagen Sie dies. Beachten Sie dabei unbedingt, was in der Stellenausschreibung erwartet wird und was Sie für die Bekleidung der Position als besonders wichtig erachten. Wesentlich ist es auch, die in der Stellen-ausschreibung geforderten Soft Skills zu benennen und diese auch mit Tatsachen zu belegen. In jedes Anschreiben gehört ein Bezug zum Unternehmen. Schließlich ist es für den Personaler wichtig zu erfahren, warum Sie gerade bei dieser Firma arbeiten möchten. Hier können Sie zeigen, dass Sie sich ausführlich mit dem Unternehmen beschäftigt haben. Auch wenn Sie viele Bewerbungen schreiben, sollten Sie sich die Zeit nehmen und Informationen über das Unternehmen einholen. 

 

Der Lebenslauf - Ihre Vita

Man sollte auf jeden Fall die "amerikanische" Form des Lebenslaufes verwenden, bei dem die aktuelle

Position bzw. Situation ganz am Anfang genannt wird. Interessant ist, dass die meisten Personaler den

Lebenslauf noch vor dem Anschreiben lesen, denn hier finden sich die wesentlichen Fakten zum Bewerber.

Neben dem Aufbau sind besonders individuelle Inhalte und die Fokussierung auf die wesentlichen

Qualifikationen wichtig. Eine gute Strukturierung ist von Vorteil, da er ja einige wichtige Fakten enthällt.

Er sollte lesefreundlich und optisch ansprechend gestaltet isein. Man sollte die wesent-lichen Inhalte

bereits beim Querlesen erfassen können. Er sollte in folgende Rubriken unterteilt sein: Persönliche

Daten, Berufserfahrung, Akademische und schulische Ausbildung, Weitere Qualifikationen,

Berufsbezogene Interessen und Sonstiges.

 

Interview - Das Vorstellungsgespräch

Die »Machtpositionen« im Vorstellungsgespräch sind ungleich verteilt - kein Zweifel. Sie haben bei der

Beantwortung von Fragen keine großen Spielräume. Beachtet man einige goldene Grundregeln, hat man

trotzdem gute Chancen, das Gespräch souverän zu meistern. Wer a) aufmerksam zuhört, b) Interesse signalisiert,

c) nicht sofort antwortet, d)  direkt ins Thema einsteigt, e) das Wichtigste Argument zum Schluss bringt, f) deutlich und gut betont spricht, g) konkret bleibt, h) Engagement dokumentiert, i) Gestik und Mimik einsetzt und grundsätzlich zustimmt, der macht nichts falsch. Anders ist es bei Unterstellungsfragen, die von falschen Voraussetzun-gen ausgehen und daher geklärt werden müssen. 

 

Arbeitszeugnis

Zeugnisse und Diplome sind wichtiger Bestandteil der Bewerbung. Überprüfen sie aber immer, ob die An-gaben auch zutreffend sind und keine unvorteilhaften und versteckten Aussagen getroffen werden. Evtl. sind Aussagen - durch die Formulierung verschleiert - zu negativ. In Verbindung mit einer aktuellen Bewerbung sollte man sich auf das aktuelle Arbeitszeugniss be-schränken. Alle Zeugnisse und Zertifikate werden heute in einem PDF-Dokument zusammengefasst. 

 

Arbeitsvertrag und Konditionen

Zu den Konditionen, die man sich genau anschauen sollte, gehören die Anzahl der Urlaubstage, das Gehalt

(inkl. 13. Gehalt), eventuelle betriebliche Altervorsorge und ggf. andere betriebseigene Annehmlichkeiten.

Um sich einen besseren Überblick über die aktuellen Löhne und Gehälter zu verschaffen, sollte man sich

in den Gehaltsspiegeln der jeweiligen Branchen und Berufszweige informieren. Die Punkte, die im Vertrag

festgehalten sein sollten, sind die Definition der Tätigkeit und Stellung des Arbeitnehmers in der betrieb-

lichen Organisation, Festlegung des Eintrittstermins und Länge der Probezeit, Festlegung des Gehalts und

des Zahlungsmodus, die Erhöhung der Bezüge z.B. nach der Probezeit, Nennung der wöchentlichen

Arbeitszeit und Ver-gütung der Überstunden und die Fixierung von Nebenleistungen, wie z.B. Prämien,

Nutzung des Firmenwagens, etc., Fixierung des Urlaubsanspruchs, feste Regelungen für Nebentätigkeiten,

Kündigungsfristen.

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